Reisen ohne schlechtes Gewissen

Nachhaltige Angebote schonen Menschen und Umwelt

Berlin, 20.09.2011. Für viele Menschen ist der Urlaub die schönste Zeit im Jahr. Dass der weltweite Tourismus auch negative Auswirkungen auf die Reiseländer, für die Umwelt und das Klima hat, ahnen manche beim Anblick der zubetonierten Küsten. Doch kaum jemand möchte sich in den Ferien mit diesen Gedanken belasten. Und trotzdem: "Sanfter Tourismus mit hohem Erholungswert ist möglich", sagt Saphir Robert von der VERBRAUCHER INITIATIVE aus Anlass des Welttourismustages am 27. September 2011.

Es beginnt mit der Anfahrt: Muss es unbedingt die Karibik sein oder können Sie auch an der Ostsee in der Sonne liegen? Je näher das Ziel liegt, desto weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) verursachen An- und Abreise. Wer sich also in erster Linie ausruhen möchte und weniger daran interessiert ist, Land und Leute kennenzulernen, findet vielleicht auch ein Reiseziel innerhalb Deutschlands. Wer auf den Flug in fremde Länder nicht verzichten möchte, kann Geld an Kompensationsagenturen wie Atmosfair, MyClimate und GoClimate zahlen. Diese finanzieren damit zum Ausgleich alternative Energieprojekte.

Vor Ort lohnt es sich ebenfalls, genau hinzusehen: Wie werden die Abwässer geklärt, woher kommen die Lebensmittel im Hotelrestaurant und profitiert die einheimische Bevölkerung oder eher ein internationaler Konzern von dem Geld, das die Touristen ausgeben? Orientierung bei der Auswahl nachhaltiger Urlaubsanbieter gibt das Tourismus-Siegel der gemeinnützigen Gesellschaft TourCert.

Und schließlich können auch die Urlauber selbst mit ihren Aktivitäten dafür sorgen, möglichst wenig Schaden zu hinterlassen. Wer sich ein wenig offen für Kultur und Gebräuche des Reiselandes zeigt, der einheimischen Bevölkerung mit Respekt begegnet und nicht unbedingt in einer Wüstenregion Golf spielen will, kann einen schönen, erlebnisreichen und nachhaltigen Urlaub verbringen.

Mehr Tipps für einen nachhaltigen Urlaub finden Sie auf www.oeko-fair.de.